Die Alltagstauglichkeitsprüfung (ATP)

Die Alltagstauglichkeitsprüfung (ATP) ist ein wichtiger Test für Hundehalter, die sicherstellen möchten, dass ihr Hund sich in alltäglichen Situationen sicher und entspannt verhält. Ziel der APT ist es, die Sozialverträglichkeit, Gelassenheit und Gehorsamkeit des Hundes im täglichen Umfeld zu prüfen. Ein gut erzogener und alltagstauglicher Hund bedeutet weniger Stress für den Halter und eine bessere Integration in das soziale Umfeld.

Warum ist die ATP

wichtig?

Ein alltagstauglicher Hund ist nicht nur für den Halter eine Erleichterung, sondern auch für die Gesellschaft. Besonders in städtischen Gebieten oder bei gemeinsamen Ausflügen ist es essenziell, dass der Hund ruhig bleibt und sich angemessen verhält.

Vorteile der ATP:
✔ Mehr Sicherheit im Alltag
✔ Stressfreie gemeinsame Unternehmungen
✔ Bessere Kommunikation zwischen Hund und Halter
✔ Förderung von Vertrauen und Bindung
✔ Grundlage für weitere Ausbildungen oder Prüfungen

Ab welchem Alter darf die ATP abgelegt werden?

Die ATP kann in der Regel ab einem Alter von 12 Monaten absolviert werden. Hunde sollten bereits körperlich und geistig ausgereift sein, um die verschiedenen Anforderungen der Prüfung bewältigen zu können.

Was wird in der ATP geprüft?

Die APT besteht aus mehreren Prüfungselementen, die den Hund auf sein Verhalten im Alltag testen. Dazu gehören:

  1. Sozialverhalten gegenüber Menschen und Hunden

    • Begegnungen mit fremden Menschen und Hunden

    • Kein aggressives oder übermäßig ängstliches Verhalten

    • Ruhiges Verhalten in einer Gruppe

  2. Leinenführigkeit und Gehorsam

    • Der Hund soll locker an der Leine laufen

    • Kein Ziehen oder Springen an der Leine

    • Reagiert auf Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“

  3. Umgang mit Umweltreizen

    • Gelassenheit bei lauten Geräuschen (z. B. Autos, Fahrräder, Baustellenlärm)

    • Verhalten in Menschenmengen und engen Passagen

    • Sicheres Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Straßenüberquerungen

  4. Alltagssituationen meistern

    • Verhalten beim Anfassen durch fremde Personen (z. B. Tierarzt, Hundefriseur)

    • Geduldiges Warten vor einem Geschäft oder in einem Café

    • Kein unkontrolliertes Betteln oder Anspringen von Passanten

  5. Bindung und Vertrauen zwischen Hund und Halter

    • Der Hund soll sich am Halter orientieren

    • Reagiert auf Rückruf

    • Bleibt ruhig und abrufbar, auch wenn Ablenkungen vorhanden sind

Wie kann man sich auf die ATP vorbereiten?

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg! Hier einige Tipps:

🐾 Frühzeitiges Training: Der Hund sollte bereits in jungen Jahren verschiedene Umweltreize kennenlernen. Spaziergänge durch die Stadt, Besuche im Café oder die Gewöhnung an Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln helfen dabei.

🐾 Gehorsam üben: Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Hier“ sollten zuverlässig funktionieren – auch unter Ablenkung.

🐾 Sozialkontakte fördern: Regelmäßige Kontakte zu anderen Hunden und Menschen helfen dem Hund, sich sicher in der Umgebung zu fühlen.

🐾 Gezielte Vorbereitungskurse besuchen: Viele Hundeschulen bieten spezielle Kurse zur Vorbereitung auf die ATP an. Hier können Halter und Hund gemeinsam unter Anleitung trainieren.

🐾 Ruhiges Verhalten belohnen: Hunde lernen am besten durch positive Verstärkung. Ruhiges Verhalten in stressigen Situationen sollte belohnt und gefördert werden.

Wie läuft die ATP ab?

Die Prüfung wird von einem zertifizierten Prüfer oder einer Hundeschule abgenommen. Der Hund wird in verschiedenen Alltagssituationen beobachtet und bewertet. Meistens findet die ATP in einer belebten Umgebung statt, um die Alltagstauglichkeit realistisch zu testen.

Nach bestandener Prüfung erhalten Halter und Hund eine offizielle Bescheinigung.